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Nanostory Teil 2 - Vom Labor- bis zum Produktionsmaßstab
Nanostory Teil 2 - Vom Labor- bis zum Produktionsmaßstab

Blog-Eintrag -

Die Nanostory Teil 2 - Auf zum Produktionsmaßstab

Maßstabsvergrößerung – eine neue Herausforderung

Als wir nach den ersten ein, zwei Jahren die ersten, vorwiegend schön weißen, Nanosuspensionen im Labormaßstab erfolgreich hergestellt hatten, ging das Grübeln weiter:

  • Welche Nanomühle würde für eine Maßstabsvergrößerung geeignet sein?
  • Welches wäre die richtige Mahlkammergröße (1 , 10 oder 50 Liter)?
  • Mit welchem Anbieter gehen wir den nächsten Schritt?

Auf der Suche nach dem richtigen Modell

Die Suche gestaltete sich deutlich schwieriger als gedacht!

Nach jeder Vorführung der verschiedenen Anbieter und den folgenden Diskussionen, schien unsere Verwirrung größer zu werden, denn es galt die jeweiligen Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Systeme gegeneinander abzuwägen.

Umso hilfreicher war es, einfach mal Versuche mit einem Modellwirkstoff zu starten und und die Ergebnisse zu vergleichen. Letztendlich gab hier die offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Firma Netzsch Grinding & Dispersing den Ausschlag Und so investierten wir in eine DeltaVita 300 Nanomühle, die einen Bereich von 1 bis 10 Liter abdeckt.

Doch was ist eine Nanomühle ohne einen geeigneten Lieferanten der kleinen Zirkondioxidkugeln zu haben, die man zum Beladen der Mühle benötigt? Auch hier hatten wir Glück und sind nach einigem Suchen auf einen deutschen Lieferanten, die Firma Sigmund Lindner, gestoßen.

Die von dem Unternehmen aus Bayreuth gelieferten Kugeln werden in einem aufwendigen Herstellungsprozess sehr glatt poliert, damit diese auch keine Kanten aufweisen, die in dem Mahlprozess zu einem Abrieb führen könnten. Derzeit arbeitet unser Lieferant daran, uns zukünftig auch mit gewaschenen Kugeln zu beliefern, damit wir diese vor Ort nicht mehr zu reinigen brauchen.

Gerade in Zeiten der schwierigen Lieferketten sind wir sehr froh, bei diesem Projekt mit zwei in Deutschland ansässigen Unternehmen zusammenzuarbeiten.

Die Kooperation mit Netzsch mündete schließlich Ende 2019 in einen „Nanotag“ in Frankfurt, während dem wir den Teilnehmer/innen die Nanovermahlung in diesem Pilotmaßstab näherbringen konnten.

Nanotag Frankfurt 2019
"Nanotag" von Losan Pharma, Frankfurt 2019

Hier konnten wir nicht nur die Nanovermahlung, sondern auch die kleinen Mikro- und Nanokristalle unter dem Mikroskop sichtbar machen.

Nanokristalle unter dem Mikroskop
Nanokristalle unter dem Mikroskop

Dieser Nanotag war ein voller Erfolg, wie uns viele Teilnehmer/innen bestätigten!

Die neue Anschaffung

In den letzten 10 Jahren hatten wir intensiv Projekte mit unserer dualen Zentrifuge und unserer DeltaVita Nanomühle im Pilotmaßstab mit 40 verschiedenen schwerlöslichen Wirkstoffen erfolgreich abgearbeitet. Es wurde somit Zeit, auch über einen Produktionsmaßstab nachzudenken.

Und so stellte sich sofort die Frage, welche Konfiguration der Nanomühle wir entsprechend unserer Vorstellungen wählen sollten. Die ersten Kundenanfragen lagen bezüglich der Mengenangaben leider sehr weit auseinander, von 30 bis 800 Liter! Gleichzeitig mussten wir mit den Kolleginnen und Kollegen der Produktion alles sorgfältig durchgehen und zusammen planen. Teamwork war gefragt!

Ein wichtiger Punkt, den es zu berücksichtigen gab, war die effiziente Abführung der Energie, die beim Vermahlen durch solch eine große Nanomühle entsteht. Damit die Produkttemperatur während des Prozesses nicht zu hoch wird, musste dem Kühlsystem und den Materialien in der Mahlkammer entsprechend Beachtung geschenkt werden.

Schließlich entschieden wir uns für eine AlphaZetaVita 10 Ausführung der Firma Netzsch, die bei einem Mahlkammervolumen von 10 Litern einen Ansatzgrößenbereich von 30 bis 800 Liter im Prozess abdeckt!

Aufbau Nanomühle
Aufbau Nanomühle

Nachdem die Mühle endlich bei uns aufgebaut war, waren wir regelrecht beeindruckt von der Größe dieser Mühle, trotz der zahlreichen Bilder, die wir vorher von ihr gesehen hatten!

Einrichtung Nanomühle Losan Pharma
Einrichtung Nanomühle

Und nun freuen wir uns darauf, die neue Produktionsmühle einzufahren und zu qualifizieren.

Die neuen Erfahrungen & Ausblick

Die neuen Erfahrungen, die wir jetzt mit der neuen Produktionsmühle sammeln, werden uns sicherlich dabei helfen, diese Technologie zukünftig auch für neue Projekte im Produktionsmaßstab anwenden zu können.

Damit geht ein interessanter Weg, den wir seit dem Jahr 2011 beschreiten, in eine neue Dimension. Denn ab diesem Jahr können wir unseren Kunden die Nanotechnologie, vom Screening mit Kleinstmengen bis zum Produktionsmaßstab mit Mengen von bis zu 200 kg Wirkstoff pro Ansatz, bzw. 800 Litern Chargengröße, anbieten. Ein toller Erfolg des gesamten Nanoteams!

Und jetzt freuen wir uns auf neue „Nanoprojekte“, die wir bis zur Marktreife begleiten dürfen. Wieder ein neues Ziel vor Augen, werden wir weiterhin untersuchen, in welchen neuen Bereichen wir unsere Technologie noch einsetzen können. Die Ideen gehen uns bestimmt nicht aus!

 

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